New Orleans Roundtrip April 2016

Unsere Rundtour im April hatte als Basis das French Quarter Festival vom 7.-10. April 2016. Unsere Abfahrt erfolgte am 5. April von Richmond mit einer ersten Übernachtung in Elberton und einem abendlichen Ritual bei den Georgia Guidestones. Sie sind von der Grundidee Stonehenge nachempfunden, jedoch nicht annähernd so groß und imposant. Es ist keine wirkliche Attraktion für Elberton somit hat dieses Örtchen auch wenig Möglichkeiten die Zeit zu vertreiben. Unser Restaurant war etwas außerhalb und es gab dort Hausmannskost. Für meine Diät nicht unbedingt zum Vorteil, aber ich habe das Beste daraus gemacht.

Am 6. April sind wir unserem Ziel ein Stück näher gekommen. Wir haben eine Downtown Rundfahrt in Atlanta, Georgia eingeschoben um zumindest etwas von dieser Stadt zu sehen sowie ein Ritual im Historischen Bezirk von Columbus, Georgia gemacht. In diesem historischen Bezirk stehen einige Häuser von den Zeiten wo die Sklaven befreit wurden und u.a. auch das Haus vom Erfinder von Coca Cola. Wir haben viele Fotos gemacht, die bisher noch nicht ausgewertet sind.

Bei der Weiterfahrt hat unsere Navi (während wir noch in Columbus waren) eine neue Ortszeit gezeigt, eine Stunde früher. Das war eine Überraschung! Überprüfung im Internet ergab Columbus hat tatsächlich zwei Zeitzonen. Muss interessant sein für die Leute die dort wohnen und arbeiten. Lasst Eurer Phantasie gerne freien Lauf dabei – meine hat gerade die verschiedensten Modelle in Arbeit J

Abends sind wir in Pensacola Florida angekommen. Nicht ohne unterwegs noch einen Schreck zu bekommen. Das Hotel hat sich gemeldet und erzählt dass unsere Buchung von Booking.com nicht angekommen wäre. Wenn wir es bis 6 Uhr abends schaffen anzukommen, dann wäre noch alles möglich. Booking.com hat uns eine E-Mail gesandt, dass das Hotel unsere Kreditkartendaten nicht hätte und wir schnellstens neue hinterlegen sollten???? Das Internet hat leider auch keine super Qualität geliefert und die Recherche war mehr als mühselig während ich dem Hotel SMS gesandt habe. Angekommen im Hotel gerade rechtzeitig (5:50 Uhr abends), unser Hotelzimmer bekommen und die Kreditkarte war überhaupt kein Problem. Mmmmh, wer da wohl geschlumpft hat??? Das Zimmer war super und der Abend gerettet. Da wir nun schon nahe am Wasser waren (Pensacola liegt am Golf von Mexiko), haben wir uns ein Fischrestaurant ausgesucht. Das Fish House ist sehr zu empfehlen. Der Lachs war köstlich und auf meine Wünsche wurde ebenfalls eingegangen, da ich die üblichen Kartoffelbeilagen nicht essen wollte.

Am 7. April haben wir ein Ritual am Pensacola Beach gehalten, die Kristallschädel haben dabei ganz viel Wasser um die Nase bekommen. Super schöner Tag, gerade die richtige Dosis Sonne. Danach sind wir nach New Orleans gefahren. Abends angekommen im Embassy Suites Hotel mit einer schönen ebenerdigen / Rollstuhl-gerechten Dusche, die leider das gesamte Badezimmer unter Wasser gesetzt hat (am nächsten Morgen sind wir in ein anderes Zimmer gebracht worden, wo das Wasser in der Badewanne blieb). Um den Tag abzuschließen sind wir eine Runde zum Festival gegangen sowie danach zum Essen ins „Mulate“, ein sehr bekanntes Restaurant mit Cajun Küche und Cajun und Zydeko Musik. Die Musik war gut, die Bedienung untermotiviert, die Speisekarte leider überhaupt nicht anpassbar und die Preise entsprechend hoch. Schade!

8. und 9. April beim Festival – viel gelaufen, viel gesehen, gute Musik gehört und die Atmosphäre vom French Quarter genossen. Wir haben uns zwei zusammenfaltbare Stühle gekauft die auf dem Rücken recht leicht sind und haben immer dort wo die Musik gerade gut war einen Platz im Schatten gefunden und gelauscht. Einige Bühnen haben wir bewusst ausgewählt und neue Bands gesehen, bei anderen sind wir beim Laufen einfach vorbeigekommen, da sie sich zum Teil einfach auf der Strasse aufgestellt haben. Sonntag haben wir die Straßenbahn genutzt, die von einem Ende vom Festival zum anderen Ende alle Passagiere gebracht hat. Gut organisiert! Am Sonntag haben wir eine Mississippi Dampfschifffahrt auf dem Mississippi und einem echten Dampfschiff genossen.

Weitergefahren sind wir am 10. April nach Memphis. Bei ziemlich stürmischem Wetter haben wir im Mud River Park ein Ritual mit den Kristallschädeln abgehalten. Bevor der große Regen kam sind wir noch auf Erkundungstour gegangen um zu sehen wo die Parkplätze für den nächsten Tag sind. Danach haben wir es zum Essen und zurück ins Hotel geschafft. Memphis machte auf mich einen trostlosen Eindruck, leider. Die Erklärung ergab sich an den nächsten zwei Tagen.

11. April: Wie versprochen feuchtes bis sehr nassen Wetter. Auch wenn wir die entsprechende Kleidung dabei hatten, Wohlfühlwetter sieht anders aus. Unsere erste Station war das National Civil Rights Museum dass im ehemaligen Hotel Lorraine gegründet wurde. In diesem Hotel wurde Martin Luther King jr. am 4. April 1968 erschossen. Dem Museum gegenüber ist ein weiterer Besichtigungspunkt: Das Fenster von dem der Schuss vermutlich erfolgte sowie die Kriminalgeschichte aus verschiedenen Perspektiven. Interessant!

Wir haben in diesem Museum gesehen wie die Bewegung für die Rechte der Schwarzen / Farbigen in den USA begonnen und fortgeführt wurde, welche Personen maßgeblich an dieser Entwicklung und auch Veränderung beteiligt waren.

Anschließend sind wir zur Pyramide in Memphis gefahren. In dieser Pyramide ist ein Shop der Marke „Bass Pro“. Natürlich haben wir uns die Pyramide und somit den Shop angesehen. Hier ist praktisch ein Einkaufsparadies mit Erlebnisfaktor entstanden. Zweistöckig und sehr weitläufig. Mit einem Aufzug kann man bis in die Spitze fahren, die Aussicht war an diesem Tag jedoch nicht so schön, daher haben wir uns dagegen entschieden. Schaut Euch die Bilder (auch wenn sie etwas unscharf sind) gerne an.

Da es gerade trocken war, wollten wir mit der Monorail auf die Insel beim Mud River Park fahren. Leider montags geschlossen. Okay, dann versuchen wir es halt auf dem normalen Weg und fahren mit dem Auto rüber auf die Insel. Der Zugang zum Park war natürlich auch geschlossen J

Das Rock’n’Soul Museum stand als nächstes auf der Liste. Hier haben wir viel über die Verbindung von der Musik der Sklaven und ihre Entwicklung zum Rock’n’Roll erfahren. Vom Smithsonian Institute recherchiert ist die gesamte Geschichtsentwicklung der Musik aus Memphis hier aufgeführt. Super schön geführt mittels Audiotape.

Nun noch einen kurzen Spaziergang durch die Beale Street (berühmte Strasse wo viele der heute bekannten Musiker ihre Anfänge hatten) und zum Abschluss des heutigen Tages Essen im Hardrock Cafe in Memphis.

Am 12. April sind wir als erstes nach Graceland gefahren und haben eine (Audiotape-) geführte Tour genossen. Die Geschichte von Memphis und die Geschichte von Elvis Presley sind eng miteinander verknüpft. Wir haben an diesen beiden Tagen viel über die Verbindung erfahren sowie Personen namentlich kennengelernt die wir bisher überhaupt nicht kannten, die jedoch eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Musik gespielt haben. Einzelheiten erspare ich Euch, das wird später im Fotoalbum zu finden sein J

Unsere weitere Tour führte uns dann nach Nashville. Unterwegs haben wir noch einen Halt beim Jackson Railroad Musum in Jackson, Tennessee gemacht. Ein sehr bemühter ehrenamtlicher Mitarbeiter hat uns durch dieses liebevolle und vollgefüllte Museum geführt und vieles technisches vermittelt. Zu unserem Glück fuhr genau zu dieser Zeit ein Güterzug an diesem Museum vorbei. Wir standen nur wenige Meter entfernt.

Der nächste Stopp war beim Casey Jones Museum, ein Museum zu Ehren von Casey Jones der sich bei einem Zugunglück geopfert hat. Das hat ihm die Stellung eines Helden eingebracht. Wir fanden es nicht so interessant und sind dann weiter gefahren nach Nashville.

Für den 13. April stand eine Bustour mit Aussteige Möglichkeiten auf der To-Do-Liste. Erster Halt war Country Music Hall of Fame and Museum. Es ist eines der weltweit größten Museen und hat die größte Sammlung von Country Musik Artefakten der Welt. Und auch hier haben wir viel über die Geschichte der Musik erfahren. Nächster Stopp „Johnny Cash Museum“. Wir brauchten eine Weile um das gesamte Museum zu erkunden.

Da wir mit der Bustour gefahren sind haben wir aufgrund der erhaltenen Informationen noch den Farmers Market aufgesucht. Hier wurde eine Essenspause eingelegt. Danach sind wir die Mauer abgelaufen, die zum Anlass des 200 jährigen Bestehens von Tennessee in 1996 erbaut wurde und auf der die wichtigsten historischen Begebenheiten eingraviert sind. So viele Fotos konnten wir nicht machen, auszugsweise sind welche in der Bildergalerie zu sehen.

Feierabend für heute, wir sind müde!!!

Rückfahrt am 14.4. nach Richmond, frühes Aufstehen in Nashville, da wir eine lange Strecke zu fahren vor uns hatten.

Auf dieser Rundtour sind wir durch die folgenden Staaten der USA gefahren:

  • Virginia
  • North Carolina
  • South Carolina
  • Georgia
  • Mississippi
  • Alabama
  • Florida
  • Louisiana
  • Tennessee

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