Rückzug nach Deutschland

Es geht los – wir ziehen zurück nach Deutschland. Diesen Post werde ich dazu nutzen um Euch über alles aktuelle auf dem Laufenden zu halten.

Februar 2019

Wir haben unseren Startschuss gemacht: Zuerst mal einen Termin für uns im Kalender definiert (Mitte Juni) und dann unsere ersten Anschreiben herausgeschickt um die Termine abzuklären.

Es gibt viel zu beachten:

  • Autos zurückgeben
  • Hotel für die letzte Woche buchen
  • Umzugsunternehmen beauftragen (das wichtigste, richtig?)
  • mit dem Landlord sprechen für die Übergabe
  • Pläne machen was wir gerne hätten
  • Versicherungen kündigen
  • Kreditkarten abmelden
  • Bankkonto auflösen
  • u.v.m.

Nebenbei haben wir beide noch einen Job, wollen die Zeit mit Freunden verbringen und noch USA Feeling genießen.

Valentinstag in USA

Wir laden uns die Umzugsunternehmen für die Begehung ein. Die Dame war super nett und super lieb und hat unsere Bedenken und Anmerkungen sehr ernst genommen.

Sie hat mir jedoch auch einen Schock versetzt: Meine Kerzen könnten im Container schmelzen und unser gesamtes Hab und Gut zerstören/ruinieren.

Da ich ein leidenschaftlicher Kerzenbenutzer bin der auch noch Partylite Kerzen liebt habe ich mittlerweile auch einen ansehnlichen Vorrat. Nun mache ich mir Gedanken wie wir die Kerzen doch noch mit nach Deutschland bekommen. Das wird uns wohl einen Koffer extra einbringen lol. Mal schauen, einige werde ich noch verschenken, einige noch abbrennen. Aber es bleibt doch noch vieles übrig und das darf dann in den (extra) Koffer.

Übrigens hatte ich unsere Dekoration bereits gut verpackt in den Kartons. Daher ist seit Weihnachten 2018 die Dekoration hier ziemlich eingeschränkt. Das ändert sich im Herbst 2019 sicher wieder, nämlich dann wenn ich meine Deko wieder uneingeschränkt nutzen kann.

März Update

Die Kerzen brennen, jeden Tage für viele Stunden. Der Vorrat ist ungefähr zu 50 % verbraucht, dafür haben wir in 7 Räumen im Haus immer schöne Düfte, grins. Aber auf jeden Fall besser als einen zusätzlichen Koffer zu bezahlen oder die Kerzen wegzugeben für wenig Geld. So haben wir es jeden Tag schön, vom Aufstehen bis zum Insbettgehen.

Die Autofrage ist wohl auch geklärt, der RAV4 wird ja sowieso zum 19.5. zurückgegeben, der Highlander darf uns noch bis zum 14.6. bzw. 15.6. (Tag des Abfluges) begleiten. Das ist auf jeden Fall günstiger als einen Mietwagen zu nehmen und das Auto noch früher abzugeben.

Ach ja, das Packdatum ist auch geklärt. Der Haushalt wird vom 10.-12. Juni gepackt. Das Umzugsunternehmen hat versprochen dass wir dieses Mal eine bessere Erfahrung machen. Cross fingers please!

Die Aussendekoration ist bereits gesäubert und steht nun im Haus zum Trocknen. Wir nutzen die letzten Tage wo es noch kühler ist und wir abends den Kamin anmachen um die Aussendeko auch schön zu trocknen. Der Rest steht in der Garage und wartet darauf nicht nur trocken zu sein sondern dann im Juni auch gut verpackt zu werden.

Was man natürlich nicht vergessen sollte: Wir treffen auch Freunde. Im März gleich 3x.

Das erste Treffen war unser Geburtstagsgeschenk für unsere Freundin Jane. Sie hat einen Tag mit uns und einem Raclette Essen geschenkt bekommen. Ganz gesund und individuell. Wir haben Mittags leckere Waffeln gebacken und dann Skat gespielt. Das war ein schöner und entspannter Tag.

Am 16. haben wir uns mit Deshawn getroffen und über sehr viele unterschiedliche Dinge gesprochen. Dazu gab es hausgemachtes Wiener Schnitzel und Kartoffelsalat (mit der Sweet Potato Variante – yummy)

Gestern am 17. waren wir bei Tammy und ihrem Mann eingeladen. Auch ein paar Freunde der Beiden sind gekommen und wir hatten einen wundervollen Nachmittag mit Essen, Gesprächen, jede Menge deutschem Bier (für mich die Gänsewein Variante und Tee) und viel Frischluft, denn wir haben fast den ganzen Nachmittag auf dem Deck verbracht (US Version einer Terrasse die erhöht steht).

Sogar ein paar Seiten im Fotoalbum habe ich gebastelt und nebenbei meine Bastelsachen schon mehr aufgeräumt, die kleine Batteriebetriebene Nähmaschine ist schon verpackt und viele Kleinteile haben ein neues Zuhause gefunden oder sind in den Müll gewandert.

Vom 21.3. bis 25.3 erfülle ich mir einen Traum: Ich gehe zum Scrappen (dieses Mal mit sehr viel digitaler Vorbereitung) zum Beach. Blick beim Werkeln aus dem Fenster auf den Atlantik, Spaziergang im Sonnenschein am Atlantik, Zimmer mit Blick auf den Atlantik – YES, I CAN.

April 2019

Unseren Kurztrip nach Roanoke, Bristol und Roanoke Rapids vom 4.4. bis 8.4. haben wir erfolgreich hinter uns gebracht. Es war zum einen super entspannend und auch wichtig mal auf komplett andere Gedanken zu kommen.

Die Papiere inclusive der Versicherungsunterlagen sind jetzt endlich fertig und eingereicht. Das war schon einiges an Aufwand.

Nebenbei packen wir hier schon das eine oder andere ein bzw. zusammen an einen Ort. Und verkaufen einiges was wir in Deutschland nicht mehr benötigen können.

Die Kerzen sind nahezu abgebrannt, ich habe jetzt die größte Kerze für die letzten 6 Wochen mal angezündet und hoffe dass sie noch bis zum Abfahrtstermin aufgebrannt ist.

Treffen mit Freunden während der Woche sowie an Wochenenden sind gerade die größten Termine die wir versuchen noch sinnvoll zu koordinieren damit wir nicht komplett erschöpft in Deutschland ankommen.

Über Ostern waren wir an der Chesapeake Bay und haben dort in einem Camper mit Freunden übernachtet. Das Wetter hat super mitgespielt, zumindest am Samstag und Sonntag (Freitag war Unwetterwarnung, daher konnten wir erst am Samstag anreisen). Im Gegenzug konnte ich den Freitag endlich nutzen um mein Body-Mind-Spirit Coaching weiter voranzubringen. Mit Hilfe von einem Coach wird das nun endlich mal in richtige Bahnen gelenkt.

Am Sonntag abend haben wir mit unseren Nachbarn einen superschönen Wein-und Schnack-Abend verbracht. Nach 5 Jahren, grins!

Nebenbei denken wir darüber nach wie wir die Renovierung unseres Hauses in Deutschland sinnvoll angehen können.

Gas, Wasser und Strom sind bereits zum 14. Juni gekündigt. Die letzte Abrechnung wird nach Deutschland gesandt. Das ist nämlich möglich. Wenn ich doch mal viel früher gefragt hätte, dann hätte ich evtl. die eine oder andere Nacht besser schlafen können, grins.

Bleibt noch Internet, Müll und eine Kreditkarte sowie das Bankkonto. Das letztere darf ich nach Rücksprache mit unserer Bank von Deutschland aus kündigen. Und dann wird uns der Restbetrag nach Deutschland geschickt. Wow, das gestaltet sich doch schon ganz ordentlich.

Mai 2019

Der Mai war geprägt von den letzten Vorbereitungen für den offiziellen Part:

  • Internet abbestellen
  • Müll abbestellen
  • das erste Auto, den RAV4, zurückgeben
  • Versicherung klären
  • Gasgrill weggeben
  • die letzten Kerzen abbrennen

Nebenbei haben wir unsere Vorräte geplündert so dass möglichst wenig zum Rücktransport übrig blieb. Das ist leider nicht ganz gelungen, wie gut dass wir große Koffer haben 😉 Die Tupperschränke sind jedenfalls schon ganz leer

Die technischen Geräte sind vergeben, lediglich Tisch und Stühle noch immer ohne neue Besitzer. Werden wir also mit nach Deutschland nehmen (falls sich nicht in letzter Minute noch wer findet) und dort dann erstmal nutzen.

Dann haben wir ganz viele Einladungen zu Farewell Parties erhalten die wir im Mai einlösen konnten. Der International Club, Nachbarn, Freunde, Scrap-Ladies u.v.m.

Juni 2019

Zum Auftakt haben wir uns noch einen Ausflug mit der Railway von Dillwyn Richtung Charlottesville gegönnt. Es war der perfekte Tag, sonnig, nicht zu heiss und die Stimmung auf dem Zug war klasse. Insbesondere weil wir dort neue Menschen kennengelernt haben die wir nun auch zu unserem Freundeskreis zählen dürfen.

Jetzt geht es zum Endspurt, die Schränke werden vorbereitet (

  • z.B. die oberesten Regale auswischen bevor die Trittleiter weg ist
  • weitere Tupperbehälter leeren und auswaschen
  • Fernseher weggeben
  • Noch mehr Vorräte auffuttern
  • Koffer vorbereiten damit wir auch das hier lassen was nicht in den Koffer passt
  • Elektrogeräte die mitgenommen werden einpacken in die Originalkartons
  • Unsere Fee verpacken
  • Gartengeräte vorbereiten, säubern, Öl raus etc.
  • Vorbereiten der Renovierung in Deutschland über die Ferne
  • Autokauf über die Ferne

Wir haben im Mai und Juni jede Menge gegrillt, der Gefrierschrank ist leer, die Grillkohle leider nicht.

Dieses Wochenende (8.6.19) ziehen wir für eine Woche ins Hotel. Von dort aus können wir jeden Tag zum Haus gehen für die letzten Taten.

Zwischen 10.- und 12. Juni wird das Umzugsunternehmen alles einpacken was noch im Haus ist. Danach kurz die restliche Reinigung machen und dann habe ich zwei Tage Zeit für mich und mein Business während Matthias nochmals arbeiten darf.

Habe ich schon erwähnt dass wir noch jede Menge Einladungen und Abendessen mit Freunden auf der Liste haben? Uns wird nicht langweilig hier bis zu unserem Abflug am 15.6.19.

So, es ist der 14.6. und wir haben einen Alptraum von Verpacken und Cotainer bestücken erlebt.

Kleiner Rückblick

Als wir damals in die USA gezogen sind wurde in Deutschland mit ca 8 Personen an 2 Tagen unser Hab und Gut verpackt, etwas mehr als ein halber 40 Fuss Container. Alles im Zeitrahmen eines normalen Arbeitstages.

Die Ankunft 2014 war dann doch ein Kulturschock. Nachdem wir endlich unser Haus hatten wurde der Inhalt der zwischendurch irgendwo gelagert wurde in unser Haus gebracht. Der Tag war klasse.

Am nächsten Tag kam dann die Crew zum Auspacken. 4 Leute, fettige Haare, rochen wie volle Aschenbecher, einer war mindestens betrunken. Und unsere Sachen wurden sorglos betascht. Sie hätten damals alles ausgepackt und auf den Boden gestellt. Gläser, Bücher etc.

Denn die Möbel aus Deutschland waren ja noch nicht aufgebaut. Absolut sinnlos. Diese Crew haben wir aufgrund des persönlichen Eindrucks wieder weggeschickt. Lieber selber auspacken.

Die nächste Crew warn die Experten: Aufbau eines IKEA Expedit Regals. Immerhin hatten die Werkzeuge, aber leider keine Ahnung. Also haben wir die Anleitung von IKEA besorgt und geholfen.

Die nächste Crew kam dann und sollte die restlichen Möbel aufbauen. Dabei wurden Schrauben einfach eingesackt die aber bei richtiger Anwendung gepasst hötten. Unser Schrank hat noch heute sein Andenken von soviel Inkompetenz. Und ich habe den Leuten gezeigt wie man das macht (mal eben schnell die Hand vor den Kopf hau)

Aber was nun 2019 passiert ist, ist ein Albtraum!!!

Am Freitag sollten aus dem Büro die ersten Dinge abgeholt werden. Da die Umzugsfirma nur ca. 10 Minuten entfernt ihren Firmensitz hat ist das sehr plausibel. Das Ankunfstfenster war 8-10 Uhr, nach mehrmaligem Nachfragen sind die 3 Packer ca um 13 Uhr mit falschem Packmaterial aufgetaucht, durften umdrehen, neues Material holen, jedoch zu wenig um dann langsam zu starten. Um halb drei hat Matthias dann gesagt er hat noch einen Termin und muss das Office um 15:30 verlassen. Da bis dann noch nicht alles verpackt war wurde es dann in Decken gewickelt mit zum Lagerhaus genommen.

Wie oben bereits geschrieben waren wir gut vorbereitet. Am Samstag ins Hotel gezogen damit wir unsere wichtigen Sachen auch definitv aus dem Haus habe, die letzten Handtücher gewaschen wurden, Betten sauber in den Container durften, entspannt schlafen etc.

10.6.2019 – Tag 1

Auch hier das Ankunftsfenster von 8-10 Uhr. Um 9:20 standen dann 3 Leute zum Verpacken vor der Tür. Da uns das schon von Anfang an zu wenig erschien haben wir sofort an Champmove, der Zwischenfirma in Pennsylvania, eine email geschrieben. Uns wurde zugesagt dass die Packer das schon alles schaffen würden. Um 16 Uhr waren ca. 40 % verpackt, die Packer weg.

Übrigens das Eisenkochgeschirr ist in großen Boxen, die haben enormes Gewicht, da kann sich die deutsche Crew schon freuen.

11.6.2019 – Tag 2

Heute wollten die Packer um ca 9 Uhr da sein. Sie könnten es nicht so genau sagen, der Verkehr vom Flughafen nach Short Pump ist immer so viel. Angekommen sind die dann um 10:15 mit 3 Leuten. Die Crew-Managerin hat uns dann erzählt dass das Lagerhaus erst um 8 Uhr aufmacht, sie aber noch jede Menge Verpackungsmaterial benötigten und darauf warten mussten. Um 8:30 Abmarschbereit gewesen, jedoch fehlte Crewmember Nummer 3.

Nu aber Hacken in den Teer und loslegen. Und wir eine Mail schreiben dass wir nicht sehen wie mit 3 Leuten alles gepackt werden kann.

Um 15:45 dann der Anruf dass die es tatsächlich nicht schaffen. Daher der Container erst am Donnerstag kommen sollte. Dagegen haben wir uns gewehrt, es wurden Überstunden gemacht bis abends um 10 Uhr. Und immer noch nicht alles verpackt!!!

Auch heute: die deutsche Crew darf sich beim Entladen freuen, die Stanzer, Papiere etc alles in grossen Kartons!!! SEHR SCHWER!

12.6.19 – Tag 3

Das beste an diesem Tag? Der Container wurde um 10:30 morgens vor das Haus gestellt.

Die Crew zum beladen erschien um 11:15, da der führende der Crew, der normalerweise im Lagerhaus arbeitet, erstmal besorgt werden musste. Während die anderen Crew Mitglieder schon seit Stunden auf ihren Einsatz gewartet haben.

Es sollten noch Schränke auseinander gebaut werden. Leider hatte hier niemand das nötige Werkzeug. Während Mister Leader mit dem Van der Firma losgefahren ist um Material zum Verpacken und die Rampen zu besorgen (ja, das hat ca. 2 Stunden gedauert) haben wir die Schränke im Wohnzimmer mit unserem eigenen Schraubendreher, einem Schweizer Messer und einem IKEA Inbusschlüssel auseinandergenommen.

Zum Verpacken wurde Papier genommen, das war bereits vorgeschnitten. Um größere Möbel zu verpacken musste erstmal alles zusammengeklebt werden. Wir haben hier kräftig mithelfen müssen um überhaupt vorwärts zu kommen, denn die Person die Ansagen machen könnte war ja nicht da!

Zwischendurch die Firma Champmove über die Situation informiert. Die einzige Anwort war: Sorry for the inconvenience, I apologize. Und dann als Ergebnis: The company Kloke promised the job will be done in time

Nope, um ca 19 Uhr waren ca 50 % unseres Hab und Gutes im Container, im Haus noch mindestens die Hälfte unverpackt. Um 9 Uhr hat dann Jesse von Kloke mit mir gesprochen und mir geagt die Crew müsste bald aufhören. Ja klar, es wurde dunkel, da kann man ohne Licht nichts in den Container stapeln. Nach bestimmt 10 Minuten erhitzter Information wie ich das sehe habe ich nachgegeben und gesagt, gut wenn mir versprochen wird dass am nächsten Morgen um 8 Uhr eine Crew hier weitermacht, dann kann ich damit leben.

Während dieses Telefonates wurde uns als Erklärung folgendes gesagt:

  • Wir hätten so viel wertvolles, Gläser und so das hätte so viel Zeit benötigt. Meine Antwort: Nein, das war vor 3 Monaten bei der Survey bereits da, wir haben nichts versteckt und ich war auch nicht shoppen um das alles dann dahin zustellen.
  • Sie hätten soviel zu tun, schliesslich ist ja Sommer und da würden viele umziehen. Meine Antwort: Ja, deswegen habe ich bereits im Februar gebucht

13.6.1019 – Tag 4

Und die Ohnmacht geht weiter! Auch hier um 8 Uhr keine Seele in Sicht. Heute bin ich alleine, Mann muss auch mal arbeiten, da sind noch einige Dinge zu erledigen für die reibungslose Übergabe an den Nachfolger. Um 8:10 im Office von Kloke angerufen und mich beschwert. Der Mensch vom Operationcenter sagte er stellt eine Crew asap zusammen. Was mir eine Hitzewallung verursacht hat. Wieder ein Versprechen gebrochen.

Um 9:15 wurden dann 4 Leute vor der Tür abgesetzt. Die haben dann gemeint, das schaffen wir bis 14:30 (an den Weihnachtsmann glaube ich schon lange nicht mehr).

Mittlerweile haben wir den deutschen Auftraggeber von unserer Seite aus eingeschaltet und es wurde von dort der nötige Druck ausgeübt. Hab ich schon erwähnt dass ich die schlimmste Migräneattacke meines Lebens hatte.

Vanessa von Kloke hat sich die grösste Mühe gegeben. Es wurden die Büroboxen von Freitag nun endlich angeliefert, schon beschädigt!! Und mehr Verpackungsmaterial gebracht. So viel wie das Lagerhaus hatte, leider nicht genug für das was benötigt wurde. Und einen weiteren Mitarbeiter. Und natürlich noch mehr Versprechen, sie würden es schaffen.

Um 14:30 waren sie natürlich nicht fertig, um 16 Uhr war das obere Stockwerk leer, ich konnte endlich dort oben saugen. Denn der Teppichreinigungsmensch sollte heute kommen. Um 16:30 das Wohnzimmer leer, der Staubsauger hat Höchstleistung erbracht.

Um 17:15 kam unser Vermieterpaar und hat die Hausebegehung gemacht, die zu deren Zufriedenheit ausfiel. YEAH, wenigstens das hat geklappt.

Um 17:30 war klar das das Material nicht reicht, insbesondere ohne Klebeband kann keiner arbeiten. Sorry lieber Mitarbeiter vor Ort dass ich Dich angeschnauzt hab! Mir ging der A…. auf Grundeis. Der Flieger geht am Samstag, es fehlt noch einiges, wir müssen vor dem Zoll geradestehe und können nichts mehr tun.

Wenige Minute später dann die Rettung:

  • Alles sollte in den Container, würde am nächsten Tag im Lagerhaus verpackt und der Container versiegelt.
  • Der Vermieter war wegen dem Teppichmenschen sowieso da und hat dann die restliche Beladung überwacht, dafür gesorgt dass das Haus leer wurde
  • Und wir somit auf die Abschiedsfeier der Firma gehen konnten.

14.6.2019 – Tag 5 (!)

Dafür dass uns 2 Tage versprochen wurden…..es ist erst Mittags klar dass wir fertig sind. Wir dürfen noch einige Stunden entspannen bevor es in den Flieger geht, denn die Firma Hasenkamp wird zusammen mit Champmove daran wirken dass unsere Sachen nach Deutschland kommen. Ohne unsere Unterschrift.

Ich mag mir nicht ausmalen was passiert wäre wenn keine 2 Nachtschichten gemacht worden wären.

Was für ein Albtraum!

Während ich dies hier schreibe fange ich an zu weinen, die Anspannung darf sich lösen.

Abendessen mit Freunden 14.6.19

Diesen Abend gehe wir noch einmal ins Restaurant. Ehemalige Nachbarn die die gesamte Prozedur beobachtet haben, haben uns eingeladen.

Während wir zusammen sind erzählen sie uns, was tatsächlich am Vorabend noch passiert ist:

  • nachdem wir um 17:50 gefahren sind, haben die Jungs eher schlecht als recht weitergemacht, es tat sich was, aber nicht viel.
  • Der Truck der den Container abholen sollte kam um ca 18:30 oder 19 Uhr. Als der Fahrer sah in welchem miserablen Zustand sich alles befand hat er die Jungs mit offensichtlich nicht so netten Worten angehalten den Job des Beladens zu Ende zu führen. Man merkt hier sehr deutlich dass keine Führungskraft (sprich wir) mehr vor Ort war und irgendwie für Bewegung gesorgt hat.
  • Laut unseren Nachbarn wurde geäußert dass es ja eh alles Zeitarbeiter sind, alle untrainiert. Keiner wusste wie man packt, belädt, rückenschonend arbeitet. M.E. waren alle auch mental erschöpft nachdem viele Boxen mit zum Teil 50-60 Kilo auf den Container geladen wurden. Und der Anteil der übriggebliebenen Arbeit war so erheblich, zudem fehlte neben der Führugskraft auch das Material
  • Den jungen Leuten wurde mehr als einmal unter die Nase gerieben, dass sie aufpassen sollen und nichts kaputt gehen darf, andernfalls würde das vom Pay check abgezogen (Anmerkung der Redaktion: wofür gibt es eine Versicherung?)
  • Leider wurden 2 Fahrräder in eine Box gestopft die dann auch noch fiel (ungeföhr 30 cm Höhe – hoffentlich ist keines der Fahrräder kaputt)
  • Um ca 19:30 hat der Truck Driver dann die Jungs mitgenommen, nachdem der Container verschlossen war und einigermassen aufgeklart wurde.
  • Als wir um ca 21:45 am Haus waren sah alles super aus. Dass es so einen dramatischen Verlauf genommen hat, haben Gott sei Dank erst heute erfahren.

So, nun aber hoffentlich Schluss mit den Horrorgeschichten und Gute Nacht. Morgen geht unser Flug!

Wir sehen uns in Deutschland!

Nachwort: Nein, das ist nicht normal, die Amerikaner können absolut besser!!!! Ich persönlich habe so viele zuverlässige Amerikaner kennen gelernt in den letzten 5 Jahren. Dies war ein Managementfehler! Die Packer haben alles gegeben was möglich war.

Bald geht es hier weiter mit neuen Updates über unsere Ankunft in Deutschland


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