Las Vegas und Grand Canyon (und mehr)

Wir haben uns vorgenommen soviel wie möglich von den USA zu sehen solange wir hier wohnen. Die Reiseziele sind dann in einer Prioritätenliste gelandet. Ganz oben stand natürlich Washington und New York sowie die Niagara Fälle. Diese Ziele durften wir mehrfach besuchen.

Ein weiteres Ziel war es nach Nevada / Arizona zu reisen. Genauer nach Las Vegas zur Erneuerung des Eheversprechens nach 30 Jahren Ehe (und nein, wir werden nicht wie Heidi und Seal enden, das war ein einmaliges Erlebnis), Glückspiele machen und dann weiter zum Grand Canyon. Die Vorbereitungen sind bereits im Januar diesen Jahres gestartet und jede/r der/die davon wusste hat uns viele tolle Ideen gegeben was wir unbedingt sehen sollten, wo es tolles Essen gibt etc.

Hier nun also was wir aus den vielen Ideen gemacht haben:

Am 16.10. sind wir früh morgens von Richmond über Newark (New York) nach Las Vegas geflogen. Uns wurde erst jetzt so richtig bewusst, dass wir 3 Stunden Zeitunterschied zwischen Richmond und Las Vegas haben. Nach der Ankunft am Flughafen hat es noch eine ganze Weile gedauert bis wir im Hotel waren, der Shuttleservice hat tatsächlich 45 Minuten gebraucht um das Auto vollzuhaben und dann auch endlich mal loszufahren (Notiz für den Rückweg: Ein Taxi ist unwesentlich teurer und definitiv früher da). Ankunft im Hotel Stratosphere, Zimmer im 24. Stock – und damit ganz oben im Hotel, direkt unter dem Swimmingpool. Wie gut dass dieser um 11 Uhr abends dann geschlossen wurde, die Musik hatte ziemlich viele Bässe 🙂 Nach einer kurzer Erholungspause sind wir dann zum ersten Abendessen: Roxy’s Diner im Hotel, super gut und definitiv empfehlenswert. Danach mit dem Bus der direkt vor der Tür abfuhr (für 72 Stunden $20 ist sehr angenehm, wir konnten den Bus 24/7 nutzen!) zur XBurlesque Show im Flamingo Hotel. Eine nette Show, die Mädels haben 75 Minuten alles gegeben, sehr sportlich und nett anzusehen. Rückfahrt zum Hotel und ausruhen, war ein langer Tag.

!7.10. – Aufstehen, Frühstück verschieben, lieber schnell zur Bustour die uns mit Hop on, Hop off durch Las Vegas führte. Wir hatten sofort einen sehr gesprächigen und super lieben Tour Guide der alles interessante nett verpackt erzählt hat. Wir haben uns dann entschieden erst einmal die gesamte Runde von 90 Minuten zu fahren, dann Pause beim Denny’s für Frühstück/Mittagessen zu machen und danach die zweite Runde nach Downtown (inclusive der vielen Hochzeitskapellen) für 70 Minuten zu fahren. Downtown wurde dann von uns in die Liste der Unternehmungen aufgenommen. Später davon mehr.
Nach dieser anstrengenden Vormittagsbeschäftigung mussten wir uns erstmal erholen, zurück zum Hotel und auf dem Weg zum Fahrstuhl schaut mich ein Spielautomat an: „Kannst Du mir mal bitte 1 Dollar geben, ich versuche mal mein Glück!“. Aus dem ersten Dollar wurden $38, davon $20 für einen Cocktail am Abend gespart, der Rest aufgeteilt damit beide „Spielgeld“ haben. Ich nehme mal das Ende vorweg: Dieser Automat hat uns noch weitere ca. $80 spendiert, ein anderer ca. $19 und ein weiterer $20. Jeder Gewinn wurde geteilt und wir haben dann selbst entschieden was wir damit machen. Sparen oder Spielen?!?! – Fazit statt der geplanten $200 für Gambling haben wir nur insgesamt $10 Dollar investiert (ja, es waren weitere $9 nötig um uns zu überzeugen, dass nun die Gewinnsträhne ein Ende hat).

Kurze Erholung von diesem überraschenden Gewinn und dann ging es (per Bus am Strip) zum Nachtleben von Las Vegas: Piratenboote beim Treasure Island fotografieren (die Show ist bereits 2013 eingestellt worden da CVS jetzt den Platz übernommen hat an dem früher die Boote gefahren sind). Das Venetian stand als nächstes auf der Liste um es mal von innen anzuschauen. Wundervolle Gemälde an der Decke, Gondeln im vorderen Bereich vom Hotel und gigantisch groß. Wie übrigens alle Hotels in Las Vegas – ein Block ist in Las Vegas wesentlich größer als ein Block in jeder anderen Stadt in USA. Beim Hotel Mirage (gegenüber vom Venetian) haben wir die Vulkanshow um 8 Uhr angesehen. Danach mit dem Bus zum Hotel Paris gefahren um dort beim Le Buffet unser Diner einzunehmen. Auch dieses Hotel ist gigantisch. Jedes Hotel in Las Vegas hat ein Thema, und im Paris ist es natürlich die Stadt Paris bzw. die Französische Lebensart. Und zu Paris gehört auch der Eifelturm, der hier in halber Größe nachgebaut wurde. Vorn dort kann man Las Vegas überblicken und die Wassershow am Hotel Bellagio fotografieren bzw. filmen. Die Wassershows werden alle 15 Minuten von ca. 8 Uhr bis Mitternacht gezeigt. Jede Show ist anders! Wir sind demzufolge noch zum Hotel Bellagio gegangen und haben eine Show aus der Nähe angesehen.

Füsse waren danach „rund“ genug und per Bus fuhren wir zurück zum Hotel um dort noch unseren Cocktail zu geniessen und ein wenig zu spielen.

18.10. – Aufstehen, Frühstück nochmals verschieben, stattdessen zum Starbucks, Kaffee holen und dann zum Observation Deck im Stratosphere und Las Vegas bei Tag anschauen. Natürlich auch die Berge im Hintergrund. Es war ein regnerischer Morgen, wir hatten aber Glück und konnten einige super schöne Fotos machen. Inclusive einem wunderbaren Regenbogen. Auf dem Turm vom Stratosphere Hotel werden Thrill Rides angeboten die wir gefilmt haben (ohne selber drin sitzen zu wollen) Das zuschauen war schon gruselig genug (zumindest für mich) Ich hab dann doch gerne die Erde ein wenig näher an meinen Füssen)

Heute war das erste Ziel Caesars Palace mit der Show „Fall of Atlantis“. Das Hotel ist wie der Name schon sagt eher italienisch ausgerichtet. Auf dem Weg zur Show kommt man durch eine Shopping Mall die einige exclusive Marken anbietet. Freundlicherweise waren auch etwas preiswertere Essensmöglichkeiten in der Nähe von der Show für unser spätes Frühstück. Als nächstes war das Hard Rock Hotel und Casino auf der Liste. Allerdings waren wir etwas enttäuscht, hatten uns vom Hard Rock mehr versprochen. Danach mit dem Bus (diesmal wieder mit der Bustour, hatten wir schliesslich für zwei Tage gebucht ohne zu wissen dass das nicht nötig ist) zum Harley Davidson und uns mal umschauen. Von hier aus zurück zum Hotel, ausruhen und für den Abend in Downtown vorbereiten. Wichtigste Anlaufstelle war die Freemont Street – ab 7 Uhr wird hier jede Stunde eine Lichtershow gezeigt. Die Freemont Street ist an dieser Stelle überdacht und die Überdachung dient als Leinwand. Dieser Tag war ziemlich regnerisch und wir waren froh dass wir uns einen Platz suchen konnten an dem wir einigermassen trocken sitzen konnten, ein Eis verzehren und auf den Beginn der Show warten.

19.10. – Aufstehen und diesmal ein Frühstück im Roxy’s Diner. Heute wollen wir unser Eheversprechen nach 30 Jahren erneuern. Daher haben wir uns für diesen Tag nur wenige Dinge vorgenommen. Nach dem Frühstück zurück ins Zimmer und fertigmachen. Die Limousine hat uns um 12:30 Uhr am Hotel abgeholt, Fahrt war ca. 2 Miles, also recht kurz. Der Pfarrer hat uns einiges gefragt und nachdem der Fotograf bereit war hatten wir unsere Zeremonie. Unerwartet für uns auf Deutsch – und der Pfarrer hat sich sehr viel Mühe gegeben um es wunderbar zu gestalten. Danach noch einige Fotos mit dem Fotografen in der „A Special Memory Wedding Chapel“ und wir fuhren mit der Limousine zurück zum Hotel. Das Abendessen haben wir im Hard Rock Cafe am Strip genossen. Dies ist übrigens das einzige Hard Rock Cafe bei dem man keine eigenen Fotos vor dem Hard Rock Cafe Bild machen kann. Wussten wir aber nicht 🙂

Wir haben danach noch einen „kleinen“ Spaziergang durch das Hotel New York New York gemacht – alles sehr liebevoll eingerichtet. Zum Kaffee sind wir dann doch lieber ins nahe gelegene Monte Carlo gegangen, da gab es den leckereren Kaffee 🙂 Und dann zur Show von David Copperfield. Das war wirklich beeindruckend. Eine wunderbare Show und auf jeden Fall zu empfehlen. Ein gelungener Hochzeitstag!

20.10. – Nach dem Auschecken aus dem Hotel sind wir mit dem Taxi zum Rental Car Service gefahren, haben ein Auto gemietet und sind dann zum Hoover Dam gefahren. Wir hatten uns vorgenommen dass wir anhalten wenn wir etwas sehen was uns anspricht und in diesem Fall war es ein Aussichtspunkt: Eine Brücke die parallel zum Hoover Dam verläuft und von der aus es einen wunderbaren Blick auf das gesamte Bauwerk gibt. Nach diesem Aussichtspunkt sind wir über den Hoover Dam gefahren um dann nochmals die Brücke zu überqueren – diesmal mit dem Auto auf dem Weg zu unserer Übernachtung in Tusayan. Das Hotel war das beste auf der ganzen Reise!

21.10. – Ausgeruht gab es Frühstück bei Mc Donalds (gegenüber vom Hotel). Heute stand der Helikopter Flug für Matthias auf dem Plan, doch das Regenwetter ließ ein Starten nicht zu. Unser Plan nach Page zu fahren und dort eine Bootstour durch den Antelope Canyon zu machen konnte nun also früher umgesetzt werden. Auf dem Weg dorthin haben wir einige Aussichtspunkte besucht. Der Antelope Canyon ist wunderschön. Lt. dem Bootsführer ist es am Besten Mitte September wenn der Lake Powell mehr Wasser führt und damit auch mehr Wasser im Canyon ist. Dann kann man die Slots im Antelope Canyon vom Boot aus sehen. Und für alle die, die mir eine Tour zum Lower Canyon angeraten haben: Der war wegen Überflutung gesperrt. Freundlicherweise hatte der Regen ein Einsehen mit uns, während der Bootstour und der nachfolgenden Besichtigung vom Horseshoe bend war es trocken. Dann wurde aber alles nachgeholt inclusive Nebel mit wenig Sichtweite und jede Menge Wasser von oben. Abendessen im Big E Steakhouse – teuer und wir wissen für den Preis kann man definitiv viel besser kochen.

22.10. – zweiter Versuch für den Helikopter Flug. Nach 10 Minuten sind sie wieder gelandet, der Grand Canyon selbst war voller Wolken. Wie schade aber Mutter Natur wollte diesmal keinen Blick gönnen. Unser Weg heute führt uns über Flagstaff und Sedona, hier gibt es einige Crystal Shops, Esoterisches etc.. Mir reichen die insgesamt 5 Geschäfte die ich im Schnelldurchgang ansehe, nichts wirklich neues für mich dabei. Auf der Fahrt nach Flagstaff wurden wir von einem entgegenkommenden Fahrzeug mit Lichthupe gegrüßt, einige Minuten später war uns klar warum: Elch-Familie überquert die Strasse. Weiterer Zwischenstop beim Montezuma Castle, es ist heute schon sehr spät und gekraxelt sind wir auch genug in den letzten Tagen, wir schauen uns die Erläuterung an und fahren weiter über Payson nach Phoenix um die Kakteen beim Sonnenuntergang zu sehen (und zu fotografieren) Diese Gegend ist berühmt für ihre Kakteen.

23.10. – Frühstück beim Paradise Cafe & Bakery (vieles erinnert an Panera Bread), Einkauf für Verpflegung für den Rückflug bei Trader Joes, Rundtour durch die Vorgärten in Phoenix. Statt Rasen und blühenden Blumen bzw. Laubbäumen viele Kakteen und Steine. Fotosafari pur 🙂 Im Hotel haben wir am Nachmittag den Pool genossen und uns entspannt.

24.10. Rückflug von Phoenix über Chicago nach Richmond. Diesmal haben wir umgebucht auf Economy Plus – das war wesentlich bequemer. Wenngleich die kleinen Flieger nicht meine Freunde sind, jede Turbulenz merke ich bzw. mein Magen. Wie gut dass es wenige Turbulenzen waren.

Nun werden die nächsten Reiseziele auf der Liste geplant: French Quarter Festival New Orleans (7.-10. April 2016) und irgendwann noch San Francisco / Los Angeles. Vielleicht schaffen wir beim letzten Reiseziel einen Abstecher zum Grand Canyon. Doch zunächst ist Halloween und Thanksgiving auf der Liste!

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