Weihnachten 2016 in Deutschland und unser Rückflug in 2017

In den vergangenen Jahren haben wir die gesamte Weihnachtszeit in unserem Haus in Deutschland verbracht. Freunde besucht oder uns auswärts getroffen, shoppen gewesen und natürlich haben wir uns um die Office Arbeit gekümmert die im Laufe des Jahres angefallen ist.

Weihnachten 2015 waren wir zu Besuch bei den Eltern von der Verlobten unseres Sohnes, Sylvester dann mit unseren anderen 3 Kindern bei Freunden von Sohn Nummer 2 J (und ja, ich nenne mit Absicht keine Namen, macht es vielleicht komplizierter zu lesen, doch wer uns kennt weiß welches Kind gemeint ist – grins).

Dieses Jahr sind wir dann für fast die gesamte Zeit, die insgesamt diesmal die kürzeste von allen war, nach Lauenbrück „gezogen“. Zum einen waren wir damit näher bei meinen Schwiegereltern, zum anderen war es auch sehr schön in einem anderen Haus zu nächtigen.

Freundlicherweise wird die Office Arbeit immer weniger und somit konnten wir den ersten Tag der Anreise am 22.12. anderweitig verbringen. Heißt wir haben den Garten von unserem Jüngsten besucht, Freunde von ihm getroffen, schöne Gespräche gehabt und sind dann von dort zu eigenen Terminen weitergezogen.

Der eine zum Weihnachtsmarkt mit Arbeitskollegen treffen, ich mit unserem Sohn Bergedorf erkunden. Nachdem ich nun in den USA Aldi gewohnt bin wollte ich wissen, wieweit sich das Sortiment mit dem deutschen Sortiment deckt. Und ich würde sagen so gut wie gar nicht. Natürlich gibt es hier ebenfalls günstige Produkte, jedoch weit mehr Bio. Und hüben wie drüben natürlich die deutsche Schokolade (die mit meiner neuen Ernährung etwas kollidiert – grins)

Im Bio laden war es ähnlich von der Auswahl wie einige Bioläden hier in Richmond. Jedoch weit, weit günstiger als in USA. Vergleich: Bio Mandelbutter in Deutschland 6 €, in USA das doppelte.

Da ich natürlich nicht die ganze Zeit unter Druck alle Produkte suchen wollte die ich für meine neue Ernährung benötige, hatte ich vorsorglich bei einigen Unternehmen Mehl, Öl etc. bestellt.

Jedoch brauchten wir sozusagen täglich etwas vom in Lauenbrück ansässigen Edeka und auch Schlachter (leckeres Rinderlachsfleisch und Truthahnsalami). Diese Wege waren super zu Fuß zu erledigen. Gerade mal 10 Minuten entfernt. Sehr praktisch, gibt es doch ein wenig Bewegung während der Weihnachtszeit.

Zwischen den Tagen haben wir dann neue Gerichte ausprobiert. Weihnachten gab es Raclette, Sylvester Fondue. So kam jeder auf seine Kosten. Und natürlich beim weiteren Werkeln geholfen und einige Spiele gespielt. Wir hatten viel Spaß und eine entspannte Zeit.

Schweren Herzens sind wir wieder abgefahren!

Am letzten Tag in Deutschland sind wir dann wieder für eine Nacht in unser Haus gezogen, einfach weil es näher am Flughafen ist. Dazu war es nun möglich mich noch mit einer weiteren Freundin zu treffen. Wir sind dann noch gemütlich essen gewesen und durch Bergedorf gebummelt.

Rückflug am 3.1.16. Die erste Etappe von Hamburg nach Newark war okay bis auf den kaputten Sitz der doch empfindlich auf das Steißbein gedrückt hat. Leider kein anderer Platz im Flieger frei, die Stewards und Stewardessen alles andere als zuvorkommend, somit das Ganze für 8,5 Stunden ertragen.

In Newark angekommen sind wir sehr schnell durch die Immigration gekommen, Zoll dauerte dann etwas weil es offensichtlich nicht so einfach ist das Gepäck mal eben auf das Laufband zu bekommen und sich demzufolge auch eine lange Schlange gebildet hat. Danach das Gepäck wieder neue einchecken und wir durften wieder durch eine Security Kontrolle (schlechte Ausschilderung in Newark!!)

Aber das abschreckenste Erlebnis war dann der weitere Aufenthalt in Newark. United Airlines war überbucht, Flüge hatten Verspätung (nein, kein Schnee, nur Regen) und die Aussagen via app, email und Display widersprüchlich zu dem was tatsächlich stattgefunden hat.

Angekommen an unserem Gate um 12:30, geplanter Weiterflug um 3:30 (Ankunft wäre 5:15 in Richmond gewesen). Schon beim Ankommen am Gate wurde uns als Weiterflug 5:09 angegeben. Somit haben wir uns entschieden schon in Newark zu essen (natürlich zu Flughafenpreisen in einem Restaurant das nicht soooo wahnsinnig viele Möglichkeiten der persönlichen Menüwahl ließ), zumindest okay war. Währenddessen wurde uns via app und email mitgeteilt, dass der Flug erst um 6:30 abfliegen könnte aufgrund von Maintenance. Okay, gut dass wir gegessen haben. Dann setzen wir uns halt irgendwo hin und warten ab. Kein Problem, Starbucks hat auch leckeren Green Tea Latte und Kaffee. Um 4:30 hieß es um 5 Uhr geht der Flug, vergewissert beim Bodenpersonal, ja es geht um 5 Uhr los. Nichts da, um 4:45 hieß es dann 5:30, dann wurde wieder auf 6:33 angehoben. Um 6 Uhr hieß es dann 8 Uhr. Dann 8:30, dann 9:00, dann 9:20.

Um 8:30 standen wir bereits vor dem Schalter (der um 6:30 von „Y“ auf „W“ geändert wurde), haben alles beobachtet wie die Flüge nach Albany und Syracruse Boarding hatten, nur auf unserem Display tat sich nichts. Irgendwann fiel uns auf, dass es verdächtig leer war und ich hörte „Richmond“ – hey ich frage dann mal nach. Da machen die doch genau vor unserer Nase das Boarding zu – obwohl wir reservierte Sitzplätze hatten und dort standen. Keine Boardingansage wie üblich, kein Aufruf unseres Namens – NICHTS. Wir wurden dann auf einen neuen Flug abgehend von einem anderen Terminal umgebucht. Abflug geplant für 8:45, mittlerweile ebenfalls verspätet für 10:40. Aufgrund der ganzen Verspätungen wurde auch die Crew gewechselt, in diesem Fall wartete man auf den ersten Offizier der mit einem anderen Flieger ankam. Boarding um 10:45, angesagter neuer Termin für Abflug um 11:14. Abgehoben haben wir um 11:52. Landung in Richmond um 12:52 – kein Gate frei. Aha, wusste natürlich keiner dass wir doch noch kommen. Dafür war unser Gepäck schon mit einem Flieger vorher in Richmond. Mussten wir diesmal nicht warten.

Unser Taxifahrer hat viel Geduld bewiesen und brav auf uns gewartet. Um 2 Uhr nachts haben wir die Haustür hinter uns geschlossen, die Heizung wieder auf schöne Temperaturen umprogrammiert, geduscht und dann ins Bett. Um am nächsten Tag wieder früh aufzustehen.

Der Jetlag hatte uns diesmal einige Tage im Griff, kein Wunder wenn man statt 16 Stunden Reisezeit nun 26 Stunden unterwegs war und mitten in der Nacht ins Bett gehen soll.

Ich muss sagen, United hat sich keine guten Dienst erwiesen bei dieser Reise!!!

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