Schneesturm „Jonas“ Januar 2016

Schneesturm an der Ostküste 2016 „Jonas“

An der Ostküste gab es einen Schneesturm / Blizzard am Wochenende vom 22.-23/24. Januar.

Ich war zum Scrappen im Hotel nahe am Flughafen, kurzfristig habe ich mir mit einer Scrap-Bekannten ein Hotelzimmer geteilt, denn bei den angekündigten Straßenverhältnissen wollte ich nicht unterwegs sein. Das war eine sehr gute Entscheidung.

Am Freitag sollte es ab ca. 10 Uhr schneien und genau das passierte auch. Es schneite und schneite und schneite und schneite….jede Menge lieblicher weißer Flocken. Die Autos waren bald schön eingeschneit und jede von uns war froh, dass wir es so kuschelig warm hatten und unserem Hobby frönen konnten. Für Essen war auch gesorgt, da konnte uns nichts passieren.

Natürlich war ich sehr froh als ich las, dass auch mein Ehemann es um 2 Uhr bis nach Hause geschafft hat, unfallfrei versteht sich. Was nicht bedeutet, er könnte nicht im Schnee fahren sondern was bedeutet: Können die anderen es? Nicht jede/r ist in der Lage unfallfrei diese Straßen zu passieren.

Schnee ist natürlich nicht alles was bei einem Blizzard ansteht. Irgendwann fing es an als Eisregen vom Himmel zu kommen – ich habe es bis morgens früh an meine Scheibe prasseln hören.

Zum Trost für das Geprassel gab es dann am nächsten Tag nochmal Schnee – auch wenn die Räumfahrzeuge unterwegs waren, das Beste was jede/r tun konnte war zu Hause zu bleiben oder beim Scrappen oder wo auch immer und zu warten bis alles vorbei ist.

Am Samstagnachmittag gab es nochmal ein wenig Eisregen und danach Schnee bis in den Abend. Ab Sonntag dann strahlender Sonnenschein.

Immer noch galt es Ruhe zu bewahren, an Ort und Stelle auszuharren, denn die Räumfahrzeuge konnten besser arbeiten, wenn keiner auf der Straße für Unfälle gesorgt hat. Ausserdem war es immer noch ziemlich glatt!

Sonntag hieß es also die Autos freischaufeln, aus den Parklücken zu bugsieren oder ausbuddeln zu lassen (gegen Tip versteht sich). Mein Auto war schön praktisch mit einer Silberfolie auf der Frontscheibe geschützt, leider hat es einigen Schnee darunter gegeben, weil die Folie umgeknickt war. Somit durfte ich selbige dann lieber ins Auto legen, da es in der folgenden Nacht noch einmal frieren sollte. Wäre der Mensch der das Auto neben mir freigeschaufelt hat so intelligent gewesen den Schnee nicht unter mein Auto zu schaufeln würde ich wahrscheinlich mit etwas Anschwung aus der Parklücke gekommen sein. Dem war leider nicht so und ich ließ mich auf die Liste zum Ausbuddeln setzen.

Während ich mich um mein Auto sorgte hat mein Schatz zu Hause gewirbelt und dafür Sorge getragen dass unser Driveway vom Schnee (ca. 15,5“ = 40 cm) befreit wurde. Dankenswerterweise haben dies zwei junge Leute in 1,5 Stunden geschafft. Als Belohnung wurde dann auch mein Garagentor-Öffner neu eingebaut (der erste war schon vor 1,5 Wochen installiert worden). Mir war also ein warmer und trockener Platz sicher.

Übrigens war es ziemlich ruhig, obwohl wir am Flughafen waren. Alle Flüge am Freitag und Samstag waren gecancelt und am Sonntag flogen nur wenige Maschinen aus Richmond ab oder landeten.

Montagmorgen wurde mein Auto dann aus der Parklücke gefahren (in 3 Anläufen) und ich konnte einladen und nach Hause fahren. Leider hatte sich nun vom Autodach etwas Schnee und Eis runter bewegt (bin einfach zu kurz um alles zu erreichen, da war sozusagen ein Irokesen schnitt auf meinem Dach) und auf die Scheibenwischer zum liegen gekommen. Trotz einiger Zeit den Motor laufen lassen ist dies nicht so schnell geschmolzen. Ich hatte es allerdings nicht gesehen und als ich dann die Scheibenwischer bedient habe ist der ursprüngliche Steinschlag durch den Druck von Eis und Schnee zu einem Crack geworden.

Donnerstag dieser Woche habe ich es dann endlich geschafft mir Angebote einzuholen und heute wurde die Frontscheibe ausgetauscht.

Jetzt gilt es nur noch die liegen gebliebene Arbeit im Tagesplan einzufügen und abzuarbeiten. Denn die Sonne sorgt dafür dass die Schneeberge schnell abschmelzen.

Fazit: Die Wettervorhersagen stimmten ziemlich genau und dieses Mal war die „Panikmache“ m.E. auch berechtigt. Es gab viele Unfälle und einige Tote durch den Schneesturm. Und wir waren mit nur 40 cm Schnee noch recht harmlos davon gekommen – einige Städte hatten ca. 80-100 cm Schnee. Die Informationen durch die Medien waren ziemlich genau – man sollte halt nur wissen wann man umschaltet um Spekulationen etc. aus dem Weg zu gehen.

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