New York, New York – 14-04-2014

Mitten in den Umzugstagen am Montag wache ich auf und realisiere: 50 Jahre auf dieser Erde. Was habe ich schon alles erlebt und wie will ich die Zukunft gestalten? Da ist noch einiges was ich würfeln und neu zusammen setzen möchte. Nachdem wir nun den großen Schritt über den großen Teich gemacht haben und endlich unser zu Hause gefunden haben werden die Tage wieder eingerichtet, wie es mir gefällt. Bis dahin gehen sicher noch einige Tage ins Land – doch jeden Tag zu geniessen ist wichtig für jeden von uns, ob jung oder alt. Jeder in seinem Tempo mit seinen Lieblingstätigkeiten, aber jeder Tag sollte Spaß machen. Genau das habe ich mir am Montag vorgenommen: Spaß haben, das Leben geniessen und nun noch mehr als zuvor – jetzt habe ich einen Neuanfang!

 

Meine Familie hat mich an diesem Tag mit einem Weekend in New York zum Besuch vom Phantom der Oper überrascht. Inclusive einer Fahrt in einem Full-Size-SUV sowie Hotelaufenthalt und dazu noch wunderbare Lautsprecherboxen die Hörgenuss vermitteln.

 

Also raus aus dem Umzugsalltag in die Vorbereitungen für die Abfahrt am Freitag nach New York.

Freitag früh den SUV eingesammelt (für die Technik-Freunde es war ein Ford Expedition, nur 255 miles auf dem Tacho) WOW was für ein Fahrzeug. Keine „Mama-Familienkutsche“. Mit verstellbaren Sitzen in alle Richtungen und Höhen, Sitzheizung und Kühlung für beide vorderen Sitze, viel Stauraum und viel Beinfreiheit.

Auf zu IKEA (das liegt auf dem Weg) und schnell noch ein paar Expedit Regale für die Scrapecke eingekauft. Danach Washington umfahren und über Kent Island und Delaware nach New Jersey um dann nach einer Tunneldurchfahrt vom Verkehr in New York begrüsst zu werden. Hupkonzerte um auf sich aufmerksam zu machen sind hier normal (sonst fehlt dem Ohr etwas), die Feuerwehr und auch die Polizei sind sehr präsent und innerhalb von wenigen Minuten am Einsatzort. Das Getöse wenn die Feuerwehr durch möchte ist ohrenbetäubend und unbeschreiblich.

Wir also mit unserem großen Auto durch die Strassen geschlängelt und recht zügig den Weg zum Hotel gefunden. Nach einer Ehrenrunde haben wir entschieden, dass die Servicekräfte vom Hotel sicher eher einen Parkplatz für die nächsten zwei Nächte finden werden und vertrauensvoll das Auto abgegeben (hinterher haben wir das dann deutsch gründlich realisiert – aber dann das Vertrauen wieder ausgepackt und gedacht, wird schon funktionieren)

Mittlerweile zeigte die Uhr 10:30 p.m. an – da war es höchste Zeit ins Hotelzimmer zu kommen um zur Ruhe zu kommen, den nächsten Tagen wollten wir wenigstens einiges zu sehen bekommen, ausserdem essen gehen bei Vapiano und abends zum Musical gehen.

Überraschung im Hotelzimmer war ein kleiner Kuchen (Chocolate – mmmmmh) mit einem Schokogruß „Happy Anniversary“, eine Flasche Rotwein. Das tat gut nach der Autofahrt (ca. 620 km)

Am nächsten Morgen haben wir ein Frühstückslokal gefunden um dort unser Frühstück zu uns zu nehmen. Und dann sind wir zu Fuß die Lexington Avenue runter und haben unseren Weg zum Grand Central Station gesucht und gefunden. Ein imposantes Gebäude mit zig Nebeneingängen, die am Samstag und Sonntag allerdings geschlossen waren. Die Gleise sind versteckt hinter Türen.

Danach denn das Empire State Building wenigstens von aussen ansehen, bei Starbucks relaxen und dann weiterlaufen zum Broadway. Beeindruckend was dort los ist – überall Figuren, die für einen Tip (Trinkgeld) bereit sind, sich mit den Touristen fotografieren zu lassen. Wenn man den Broadway weiter läuft kommt man automatisch zum Times Square – die Lichterreklame ist bei Tageslicht schon beeindruckend, wie das wohl bei Nacht aussieht? Wir haben uns nicht lange aufgehalten sondern sind Richtung Central Park weiter gegangen um diesen an der Südspitze „anzukratzen“ – immerhin sind das 350 ha grüne Lunge mitten in New York. Ein Naherholungsgebiet umgeben von den Hochhäusern neben denen die Bäume sehr klein wirken.

Vom Central Park aus zurück zum Hotel und eine Mittagspause gemacht, damit wir für den Abend fit sind.

Gestylt sind wir dann um ca. 4 p.m. aus dem Hotel losgegangen zum Subway (die New Yorker U-Bahn) damit wir zum University Place fahren können. Das New Yorker U-Bahn System ist nach einigen Blicken auf die Fahrpläne relativ schnell durchschaubar und was mich überzeugt hat war das System für die Fahrkarten. Entweder Single Ride (also Einzelfahrt) für $2,75 oder Tageskarte für $9. Ausserdem gibt es noch sowas wie einen Metropass – aber der war im Moment völlig uninteressant. Nach dem Bezahlen geht es durch eine Schranke an der wir unsere Tickets vorher durch einen Entwerter geschoben haben – sobald wir den Bahnhof verlassen durch den Exit ist die Fahrt fertig – egal wie weit ich gefahren bin. Solange ich unterirdisch über die Tunnelsysteme die Fahrten machen kann, die ich machen möchte/muss ist alles Single Ride (innerhalb von 2 Stunden). Somit gibt es im Grunde auch keine Sorgen mit Schwarzfahrern.

Ausserdem öffnen sich die Türen der Bahn selbständig. Einige Linien fahren derzeit als Fast Lane – also Express – unter auslassen einiger Bahnstationen. Die Ausschilderung ist leider nicht so einfach erkennbar. Doch für Samstag hatten wir keine Probleme.

Mit der Bahn zum University Place zu Vapiano – ein Restaurant das erst vor kurzem in New York eröffnet hat und von dem ich in einem Fernsehbericht gehört hatte. Gibt es auch in Hamburg – ich empfehle euch einen Besuch dort, ist wirklich lecker und angenehm dort.

Danach dann zum Majestic Theatre – zum Phantom of the opera. Toll – einfach spitzenklasse! Die Atmosphäre, die die Darsteller auf die Bühne gebracht haben war mitreissend. Und das Bühnenbild – genial! 2,5 Stunden eine wahnsinns Darbietung. Uns schwirren noch die Melodien im Kopf.

 

Nach der Rückkehr im Hotel noch einen Wein (statt Sekt) in der Hotelbar und dann zur Ruhe kommen (nicht dass wir noch die Nacht zum Tag machen – grins).

 

Sonntag mit der Subway an die Südspitze von Manhattan gefahren um einen Blick auf die Freiheitsstatue zu erhaschen – war ein bisschen diesig, aber für die Fotos hat es gut gereicht. Das nächste Mal wenn wir in New York sind werden wir eine Bootsfahrt machen und dann von der Freiheitsstatue aus die Fotos auf die Skyline von New York machen. Zurück zum Hotel sind wir dann auf die Fast-Lane-Trains reingefallen und an der 86th statt an der 51th Street ausgestiegen. Um zurück zufahren hätten wir bis zu 125st fahren müssen und dort umsteigen um wieder ins Hotel zu kommen. Aber es spricht ja nichts gegen einen sonntäglichen Workout, zumal die Strasse die meiste Zeit bergab ging. Also mal eben 35 Blocks durch New York am Sonntag mittag gegangen. Das war interessant, es gab einiges zu entdecken. Leider wurde der Verkehr nicht weniger, als wir dann unser Auto wieder in Besitz genommen haben (nein es ist keine einzige neue Schramme daran gewesen) durften wir noch mindestens eine Stunde damit zubringen um zum Holland Tunnel zu kommen und New York wieder verlassen zu dürfen. Um 9:45 p.m. waren wir dann zu Hause.

 

Ja, zu Hause – das fühlt sich hier nämlich ganz anders an als im Apartment. Es leben unsere Möbel und Gegenstände hier und es riecht richtig gut! Uns „trampelt“ keiner auf dem Kopf rum, der nicht eingeladen ist. Und wenn wir auf das Deck gehen schauen wir in unseren Garten – das werde ich dann jetzt auch tun um vor dem heutigen Abend noch ein wenig frische Luft zu bekommen.

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